Save your hate for the state!

Zwei Jahre sind nun vergangen, seitdem wir unsere erste Veranstaltung, kurz nach Gründung der Gruppe, unter dem Namen „RASH Hannover“ (Red & Anarchist SkinHeads) in der „Wohnwelt Wunstorf“ durchführten. Was sich an dem Abend vor der Wohnwelt abspielte, dürfte den Meisten nicht entgangen sein, daher verzichten wir an dieser Stelle darauf, die ganze Geschichte noch einmal darzulegen. 
Wer trotzdem daran interessiert ist eine weitestgehend neutrale Darstellung zu den Vorkommnissen zu lesen, kann dies auf der Wohnwelt Wunstorf Homepage unter dem Titel „Stellungnahme zum RASH Nighter / 31.01.2012“ tun.

In den letzten zwei Jahren erschienen im Rahmen einer hetzerischen Rufmordkampagne Artikel, die sich gegen unsere Gruppe richteten, verfasst von verschiedenen, sich als linksradikal verstehenden Gruppierungen. In jüngster Zeit wurden zudem Einzelpersonen, die RASH Hannover als zugehörig oder sympathisierend wahrgenommen wurden, körperlich sowie verbal angegangen.  
Um einer weiteren beidseitigen Eskalation entgegenzuwirken, wollen wir daher im Folgenden zu einigen Vorwürfen Stellung beziehen und so manches Gerücht ins rechte Licht rücken. Dies soll weder ein Rechtfertigungsversuch noch Diskussionsbeitrag sein, vielmehr müssen einige Sachen nun einfach mal klargestellt werden. 

Zu allererst möchten wir auf den Vorwurf eingehen, wir würden einer Diskussion aus dem Weg gehen und hätten Kommunikationsversuche im Vorfeld sowie im Nachhinein verweigert.
Wir haben im Vorfeld unserer Veranstaltung an mehreren öffentlichen Plena der Wohnwelt teilgenommen und waren dort zu jeder Zeit für jede Person ansprechbar. Als die Kritik an unserem Flyer etwa einen Monat vor der Veranstaltung an uns herangetragen wurde, haben wir uns einsichtig gezeigt und haben eingeräumt, den Flyer unüberlegt erstellt zu haben. Wir haben uns entschuldigt und darauf aufmerksam gemacht, dass es keinesfalls unsere Absicht war, eine sexistische Darstellung einer Frau zu reproduzieren.
Daraufhin wurde ein neuer Flyer erstellt, der vor Veröffentlichung mit dem Plenum der Wohnwelt abgesprochen wurde. Hätte es zu dem Zeitpunkt nach wie vor ein Problem damit gegeben die Veranstaltung durchzuführen, hätte jede auf dem Plenum anwesende Person das Recht gehabt, ein Veto dagegen einzulegen.
Auch nach der Veranstaltung waren wir im Plenum der Wohnwelt anwesend und haben uns dort der Diskussion gestellt. Eine Aufarbeitung der Vorfälle fand also statt, wenn auch nicht schwarz auf weiß als öffentliches Statements, denn eine Ebene, auf der dies hätte stattfinden können, sahen wir nicht gegeben.

Immer wieder war in den diffamierenden Artikeln gegen uns die Rede davon, dass wir diejenigen waren, die damals die Bullen in die Wohnwelt gerufen hätten. Selbst aus der damaligen Stellungnahme der Wohnwelt Wunstorf geht jedoch hervor, dass es die Entscheidung von Personen des Wohnweltplenums war, die Polizei zu rufen, als die „Demonstrierenden“ vor der Tür begannen Besucher_innen unserer Veranstaltung zu schlagen, zu treten, zu bespucken, abzufotografieren und mit Farbe zu beschmieren:
„Die Kritiker_innen waren entschlossen die Türen nicht frei zu geben, worauf von Einzelpersonen der Wohnwelt beschlossen wurde, die Polizei um Hilfe zu bitten“, heißt es dort.
Dass diese Entscheidung später von der Wohnwelt als falsch betrachtet wurde und nur ein Ergebnis dessen war, dass man sich zu dem Zeitpunkt nicht anders zu helfen wusste, ist ebenfalls in ihrer Stellungnahme nachzulesen…

Die Vorwürfe unser Revier mit Hilfe von Stickern, Graffitis, Plakaten etc. markieren zu wollen empfinden wir als schlichtweg lächerlich. Seit jeher werden derartige Stilmittel von Antifagruppen genutzt, sei es als Form der Propaganda, sei es um Faschos zu zeigen, dass sie auf der Hut sein sollten oder zu welchem Zweck auch immer.
Das macht nahezu jede Politgruppe (auch in Hannover), die eine Art „Labelpolitik“ betreibt genauso und wir verstehen auch nicht, wo das Problem dabei sein sollte.
Vielmehr halten wir es für sehr bedenklich, dass sich manche Leute „in ihrem Viertel“ anscheinend mehr von einem Dutzend linker Skinheads und deren Stickern, Graffitis etc. bedroht und provoziert fühlen, als von den zahlreichen Nazis und rechtsoffenen Hools, die in der Nordstadt und der näheren Umgebung nahezu ungestört ihr Unwesen treiben können.

Der jüngste Artikel gegen uns trägt den Titel „They are the Mackeristas – What about you?“. Laut Fußzeile der Verfasser_innen, entstammt dieses Zitat einem von uns angebrachten Schriftzug in einer Kneipe der Nordstadt.
Wir können uns lediglich daran erinnern den Schriftzug „Rash Hannoi – Wir sind die Macht“ dort gesehen zu haben, kurze Zeit später wurde er aus vermutlich denunziatorischen Beweggründen zu „RASH Hannoi – Wir sind die Mackeristas“ verfälscht. Die Parole „Wir sind die Macht“ entstand vor 15 Jahren und stammt aus der Feder der Stuttgarter Punk- & Skinband „Oigenz“, die sich schon damals gegen die voranschreitende Unterwanderung ihrer Subkultur durch rechtsoffenes und vermeintlich „unpolitisches“ Gesindel wehrten. Die Parole richtete sich somit gegen den rechtsoffenen Teil der heutigen Skinheadszene und hatte keinesfalls einen sexistischen Hintergrund.

Entgegen den Vorwürfen, wir seien ein reiner Männerklüngel, würden keinerlei antisexistische Kritik in unseren Reihen dulden und würden konsequent jede Reflexion unseres Verhaltens verweigern, verstehen wir uns sehr wohl als emanzipatorische und antisexistische Gruppe. Wir machen keinerlei Unterschiede zwischen Geschlechtern, noch schreiben wir irgendjemandem vor, wie man sich selbst zu definieren hat. Jede Person, die uns mit konstruktiver Kritik begegnet, wird ernst genommen.
Unseren Sympathisant_innen, Genoss_innen und Freund_innen ist das durchaus bewusst.

Wir sehen uns allerdings nicht als Teil einer gleichgeschalteten Szene, in der die Meinung der Mehrheit zur Voraussetzung gemacht wird um toleriert zu werden. Wir versuchen unsere politischen Ansichten über den Tellerrand linksradikaler Zusammenhänge hinaus, in die Gesellschaft und in andere Subkulturen zu tragen.
Umso verwerflicher finden wir es somit auch, dass Sympathisant_innen und Freund_innen unserer Gruppe vor die Wahl gestellt werden sich zwischen dem Kontakt mit uns oder der Akzeptanz in „euren“ Kreisen entscheiden zu müssen, da sie andernfalls mit Konsequenzen zu rechnen hätten.
Da fragen wir uns, welche tatsächlich bestehenden Hierarchien hier in Hannover wirklich abgebaut werden sollten!

Zum Abschluss sei gesagt, dass eine Gruppenstruktur ein stets fortlaufender Entwicklungsprozess ist. Uns auf einen Fehltritt zu reduzieren und uns als Macker und Sexisten abzustempeln ist anmaßend und ignorant.

Ein <3-liches Oi!,
eure RASH Hannover

Am 12. Januar: Heraus zum antiautoritären Block der Liebknecht-Luxemburg Gedenkdemonstration 2014

Kurzaufruf

International kämpfen –
Gegen Nationalismus, Imperialismus und Krieg.

Am 12. Januar 2014 findet das alljährliche Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg statt. Die damit einhergehende Demonstration verbindet seit jeher tagesaktuelle Themen mit den Idealen und Ideen der beiden RevolutionärInnen. Daher ist diese Demonstration eine wichtige, spektren- und szeneübergreifende Manifestation der revolutionären Linken. Wir möchten in diesem Jahr gemeinsam mit euch die Erinnerung an Liebknecht und Luxemburg auf die Straße tragen. Uns ist wichtig, nicht in gesellschaftlicher Isolation zu verharren, sondern kämpferisch und offensiv gegen allzu offensichtliche Missstände vorzugehen. Dabei sehen wir uns als revolutionäre Linke stets an der Seite der Ausgebeuteten und gegen die herrschende politische Klasse.

Für uns heißt das:
– Den Kampf gegen Residenzpflicht und Abschiebungen verstärkt unterstützten!

– Dem Bündnis aus rassistischen Mob, Nazi-AkteurInnen und staatlichen Strukturen einen organisierten, revolutionären Antifaschismus entgegensetzen, der politische und infrastrukturelle Handlungsfähigkeit beschränkt.

– Europaweite Protest-Vernetzungs-Möglichkeiten nutzen: Blockupy-Aktionstage, Hinarbeiten auf den G8-Gipfel 2015 in Deutschland

– Spektrenübergreifende Zusammenarbeit gegen staatliche Repression

– Den Ausverkauf unserer Städte stoppen!

Um eine relevante Gegenposition einzunehmen zu können, müssen wir uns von den starren Fesseln unserer eigenen Organisierung lösen und auch neue Wege gehen lernen. Dabei lassen wir uns nicht von bürgerlichen PolitikerInnen unsere Geschichte lektorieren, denn linke Geschichte gehört uns und es liegt in unserer Hand, sie weiter zu schreiben.

Kommt in den antiautoritären Block auf der LL-Demo!

Weitere Infos: http://aablock.blogsport.de/

Die Naziband Legion of Thor aus Berlin-Lichtenberg

351341

Blood & Honour“ (B&H) ist ein europaweit organisiertes Neonazinetzwerk, dessen Konzerte und Veröffentlichungen als klassischer Einstieg in die Neonazis-Szene gelten. Sie sind Antreiber und Begleitmusik für Mord und Totschlag. Auch die rassistischen Serienmörder des NSU wurden aus der zum Teil konspirativ organisierten Neonazimusikszene um B&H unterstützt. Bei der Handvoll neonazistischer Musikgruppen die sich in Berlin im B&H-Umfeld zusammengefunden haben, hat sich das langjährige Bandprojekt „Legion of Thor(L.O.T.) eine nähere Betrachtung verdient. Weiterlesen…