Niemals Vergeben, niemals Vergessen!

Gren­zen­lo­se So­li­da­ri­tät – Auf­ruf zur an­ti­fa­schis­ti­sche De­mons­tra­ti­on durch Ros­tock-​Lich­ten­ha­gen!

25. Au­gust 2012 // 14Uhr // Bahn­hof Lüt­ten Klein

Vor 20 Jah­ren fla­cker­ten Bil­der aus Deutsch­land um die Welt, die man für Ver­gan­gen­heit hielt: Bren­nen­de Häu­ser, flie­hen­de Men­schen, ein ge­walt­tä­ti­ger Mob, an­ge­lei­tet von neo­fa­schis­ti­schen Strip­pen­zie­hern, Bei­fall klat­schen­des Pu­bli­kum, ver­ant­wor­tungs­lo­se Ver­ant­wort­li­che.
Eine Al­li­anz aus staat­li­cher Aus­län­der­feind­lich­keit, Me­di­en­het­ze und All­tags­ras­sis­mus ließ zu, dass viet­na­me­si­sche Ver­trags­ar­bei­ter und Flücht­lin­ge, unter ihnen viele Roma, um ihr Leben fürch­ten muss­ten. Das bren­nen­de Son­nen­blu­men­haus wurde zu einem er­schre­cken­den Sym­bol des wie­der­ver­ei­nig­ten Deutsch­land. Weiter

Nazis in Bad Nenndorf den Arsch versohlen!

Deutschland – Niedersachsen – Bad Nenndorf: So it goes!

Am 04.08.2012 jährt sich der sogenannte „Trauermarsch“ der bundesweiten Neonaziszene in Bad Nenndorf (Niedersachsen) bereits zum 7. Mal!
Der Anlass für die Neonazis, die überwiegend aus dem „Freie Kräfte“-Spektrum stammen, sich Jahr für Jahr in der unscheinbaren Kleinstadt zu versammeln, ist den damals im Wincklerbad internierten Mitgliedern von NSDAP und SS zu gedenken. Ähnlich wie bei den früher statt gefundenen Rudolf-Hess-Gedenkmärschen ist das Ziel der Neonazis mit der Thematik, die mit dem Wincklerbad verbunden ist, den Mythos der Deutschen als Opfer weiter zu entwickeln, also Geschichtsrevisionismus zu betreiben, und diesen in die Öffentlichkeit zu tragen. Der Aufmarsch der Neonazis in Bad Nenndorf steht dabei im Kontext mit einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, welche versucht, die von den Deutschen verübten Verbrechen zu europäisieren und zu verharmlosen. Damit einhergehend wird die Verantwortung für die industrielle Vernichtung von über 6 Millionen Jüd*innen und anderen Menschen von der deutschen Politik dazu genutzt sich als „Aufarbeitungsweltmeister“ zu generieren, welcher aus der Geschichte gelernt hätte und nun nicht nur wieder als ernst zu nehmende Nation in der Staatengemeinschaft mitmischen, sondern auch ihren Konkurrent*innen Vorschriften machen kann.

Auf geht’s in die nächste Runde – Bad Nenndorf eskalieren lassen!

Weitere Infos hier und hier

NPD plant Aktion am Klagesmarkt

‎“Liebe Freund_innen, Mitstreiter_innen und Genoss_innen,

Für Morgen, Donnerstag den 12. Juli 2012, hat die NPD von 16 bis 19 Uhr eine Kundgebung gegen den Euro in Hannover angemeldet.

Ort ist nach unserem aktuellen Stand der Klagesmarkt beim Alex. Aus dem Bündnis gegen Rechts wurden zahlreiche Kundgebungen ab 15 Uhr in der Innenstadt angemeldet u. a. ebenfalls auf dem Klagesmarkt (Auf der Seite des DGB Hauses). Wir wollen ein lautes und deutliches Zeichen gegen die Naziakundgebung setzen. Den Nazis und ihrer Hetze soll kein Raum gegeben werden.

Die Kundgebund in Hannover ist die zweite Aktion im Rahmen einer bundesweiten Kampagne, in der „innerhalb eines Monats 52 Städte“ angefahren werden sollen. Setzen wir also ein Signal in Hannover und verschaffen wir ihnen gleich am Anfang einen schlechten Kampagnenstart.

Wir sehen uns auf der Straße – lautstark, entschlossen und antifaschistisch!“

Antifa-Recherche Seite wieder online!

„WIR SIND WIEDER DA!“
Nach einer Pause von einigen Monaten ist die Antifa-Recherche Gruppe „WATCH OUT“ nun wieder mit einem Blog im Internet präsent. „Watch Out“ hat es sich zur Aufgabe gemacht aktive Nazis in der Region Hannover öffentlich kenntlich zu machen und einen Überblick ihrer regionalen, sowie überregionalen Aktivitäten zu vermitteln.

Somit sind Portraitfotos der Nazis samt Namen abrufbar und verwendbar. Des weiteren wird die Teilnahme an bundesweiten oder regionalen Aktionen, Aufmärschen und anderen öffentlichkeits wirksamen Auftritten dokumentiert.
Ebenfalls beinhaltet die Seite einige Fotos der Akteure der hannoverschen Nazibandszene.Die Portrait- sowie Aufmarschfotos sind in guter Auflösung hochgeladen, sodass sie für Outings und andere Aufklärungsarbeiten genutzt werden können.Inhalt und Layout der Seite werden nach und nach noch weiter aktualisiert und ergänzt.
Wir sind dankbar über jede weitere Information und Ergänzung wie Namen, Adressen, Arbeitsplätze, Fotos etc.!

Hier geht es zu der Seite 

„Ich wurde für das bestraft, was ich bin“

Interview des Solikreises in Stuttgart mit Smily zu seiner Haft

Smily wurde am Morgen des 8. Februar 2012 in seiner Wohnung durch das SEK festgenommen. Vorgeworfen wird ihm eine Auseinandersetzung mit einer Gruppe in der sich rechtsoffene Personen befanden und zudem in anderen Fällen Sachbeschädigung und Beleidigung. Am 17. Februar 2012 fand sein Prozess vor dem Amtsgericht Stuttgart statt: hier wurde er zu zehn Monaten Haft verurteilt. Smily ist gegen den Beschluss in Berufung gegangen, der Termin für die Berufungsverhandlung steht bislang allerdings noch nicht fest.
Bislang wurden zwei Haftbeschwerden gegen die Untersuchungshaft richterlich mit fadenscheinigen Begründungen und dem Verweis auf die zu erwartende Höhe der Gesamtstrafe – derzeit strebt die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von 23 Monaten an – abgelehnt.

1) Was genau wird dir vorgeworfen?

Vorgeworfen wird mir Körperverletzung in vier und Sachbeschädigung in zwei tateinheitlichen Fällen, sowie eine Beleidigung. Ich soll mich in allen Fällen schuldig gemacht haben.

2) Kannst Du uns mehr über das Thema Grauzone sagen? Denn bei deinem Prozess ging es immer wieder darum, dass die Zeugen, welche gegen dich aussagten, aus diesem Milieu kommen.

Eine Grauzone beschreibt die Schnittstelle von „unpolitisch“ und rechts. Eine mittlerweile manifestierte Szene in der Punk- und Oi-Subkultur, aber auch in anderen, die oft linke Strukturen nutzt, die sich andere hart erkämpft haben, für die sie selbst aber nie was getan haben. Gehetzt wird hier stets gegen die böse Antifa und das allseits beliebte PC-Phantom, währendessen es dann aber nicht interessiert, dass man sich mit Neonazis den Konzertsaal teilt, wo wiederum Bands auf der Bühne stehen, die kein Problem damit haben in „Blood & Honour“-Läden aufzutreten, denn es sind ja alle „unpolitisch“.
Wir haben uns als Band (Anm: Gemeint sind „Produzenten der Froide“) von dieser Wischi-Waschi-Szene losgesagt und das öffentlich gemacht, was vielen nicht gepasst hat. So auch die Zeugen/ Geschädigten, die vor Gericht gegen mich aussagten und sich selbst auch der Grauzone zuordnen.
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