In Erinnerung an Halim Dener – gefallen am 29.06.1994 in Hannover

Halim Dener wurde 23. Dezember 1977 in Bingöl/ Genç in Nordwestkurdistan geboren.
Anfang Mai 1994 stellte er unter dem Namen Ayhan Eser in der BRD einen Asylantrag. Er benutzte diesen falschen Namen, um seine Familie, die im Dorf Parcuk lebt, nicht zu gefährden. Er war vor seiner Ausreise nach Deutschland in der Türkei eine Woche lang inhaftiert gewesen und gefoltert worden. Wenige Wochen vor seiner Erschießung durch die deutsche Polizei wurde sein Dorf, von der türkischen Armee niedergebrannt. Wie in Kurdistan setzte er sich auch in der Bundesrepublik für den kurdischen Befreiungskampf ein.
Halim Dener wurde von zwei Zivilpolizisten bei Plakatieren erwischt. Da er ERNK Plakate geklebt hatte, um gegen das PKK-Verbot zu protestieren, wurde aus dem harmlosen Plakatekleben – allenfalls als Ordnungswidrigkeit und Sachbeschädigung zu qualifizieren – ein quasi „terroristisches“ Delikt (Unterstützung bzw. „Werbung“ für eine verbotene bzw. terroristische Vereinigung und Verstoß gegen das Vereinsverbot). Einer der Zeugen, ein kurdischer Asylbewerber, sagte im Verfahren aus, der Angeklagte habe den kurdischen Jugendlichen Halim Dener schon mit gezogener Waffe kontrolliert und verfolgt. Kurz darauf sei der Schuß gefallen. Halim Dener starb durch einen Schuss in den Rücken aus nächster Nähe.
Die in Kurdistan lebenden Eltern von Halim Dener äußerten wiederholt den Wunsch, als Nebenkläger an dem Strafprozeß persönlich teilzunehmen. Doch die Deutsche Botschaft in Ankara verweigerte ihnen die Visa – ohne jegliche Begründung.
In einer Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft hatte der wegen „fahrlässiger Tötung“ beschuldigte Polizeibeamte Klaus T. ausgesagt, beim Anblick der jugendlichen Plakatierer habe er „nicht nur an eine Ordnungswidrigkeit oder eine Sachbeschädigung gedacht“; er habe den Verdacht geschöpft, es könne sich um eine strafbare Unterstützung der verbotenen PKK handeln. Am 27. Juni 1997 sprach die 3. Strafkammer des Landgerichts Hannover den SEK-Polizeibeamten Klaus T. frei.
Abdullah Öcalan sagte in eine Trauerrede für Halim Dener: „Halim fiel für diese Fahne, die das Symbol des kurdischen Volkes ist und das kurdische Volk wird diese Fahne für immer hochhalten“.
Zum ersten Jahrestag des Todes von Halim Dener Todes kamen 10.000 Menschen zum Gedenkmarsch nach Hannover.

Nazikonzert mit der hannoverschen Band „Terroritorium“ in Braunschweiger Kleingartenverein

Am Samstag, den 9. Juni 2012 fand in einer Gaststätte eines Kleingartenvereins in der Braunschweiger Weststadt ein Rechtsrockkonzert statt. Organisiert wurde das Konzert von der “Aktionsgruppe 38″, die bereits seit einigen Wochen mit Aufklebern im ganzen Stadtgebiet von Braunschweig und in anderen Städten der Region auf sich aufmerksam macht.

Auf dem Konzert traten die Nazibands “Die Söhne Germaniens” (Sachsen-Anhalt), “Terroritorium” (Niedersachsen) und als “Solokünstler” Rene Schulze von der Band “Last Riot” auf. An dem Konzert sollen rund 80 Personen “zzgl. vieler trinkfester Rentner aus dem angrenzenden Gartenverein, die sich offensichtlich in unserer Gesellschaft pudelwohl gefühlt haben” teilgenommen haben, wie es in einem Bericht eines Besuchers in einem Internetforum heißt.

Zuletzt fand bereits am 28.11.2011 in Braunschweig ein Rechtsrockkonzert statt, wie eine Anfrage der LINKSFRAKTION im Niedersächsischen Landtag ans Licht brachte.

Die neugegründete “Aktionsgruppe 38″ besteht aus zwei handvoll Aktivisten aus der Region. Ein Teil der Mitglieder stammt aus der Skinheadszene und ist über die Grauzone inzwischen den Weg in die Naziszene gegangen. Andere sind zuvor schon in Zusammenhang mit anderen Nazi-Gruppierungen, wie z.B. der “Kameradschaft Black Boots Wendeburg”, der “Aktionsgruppe Gifhorn” oder der “Bürgerinitiative für Zivilcourage Wolfsburg” (jetzt: “Aktionsgruppe Wolfsburg”) aufgefallen. Neben dem verkleben von Aufklebern, die z.B. eine “Schwarze Sonne” zeigen und einen Galgen, an der ein Mensch hängt und der Drohung: “Unsere Kragen passen jedem … auch DIR !!!” wurden von der “Aktionsgruppe” am 8. Mai diesen Jahres auf Pappe aufgezogene Plakate am Altstadtmarkt aufgehangen. Auf den Plakaten war u.a. zu lesen: “8. Mai 1945 (…) Millionen Tote durch Alliierten Bombenterror (…) Millionen Deutsche aus ihrer Heimat vertieben (…) So sah unsere Befreiung aus” [Rechtschreibfehler vom Original übernommen].

Quelle: Recherche 38 

Deutschland knicken! – Eine Broschüre zu EM und Nationalismus

Alle zwei Jahre fällt die Nation in den gleichen Rausch: Die Großevents zu den Fußball-Europa- und Weltmeisterschaften der Männer sind mehr als nur ein sportliches Ereignis. Das „Mitfiebern für ein Team“ tritt in den Hintergrund hinter den Stolz auf ein ganzes Land. In Deutschland bedeutet das für die meisten Menschen, an einem schwarz-rot-goldenen

Fahnenmeer nicht mehr vorbeizukommen und sich im nationalen Fieber zwanghaft der eigenen Herkunft bewusst zu werden.
Diese Broschüre will daher zunächst zeigen was dieser Zustand mit Nationalismus und dem Denken in Schubladen wie „wir“ und „den anderen“ zu tun hat und warum diese Kategorien in einer fortschrittlichen Gesellschaft nichts zu suchen haben sollten.
Anschließend wird Bezug auf ein antinationales Phänomen der letzten Jahre genommen: Unter dem Begriff „Capture the Flag“ wird der öffentliche Raum von einem der dominantesten nationalen Symbole befreit, dem Autofähnchen zur EM / WM. Die Jagd nach den Fähnchen bietet eine Menge M

öglichkeiten für sportliche Betätigungen und Geländespiele der etwas anderen Art, außerdem lassen sich die dabei gesammelten Gegenstände vielseitig nutzen und verarbeiten.

Die 24-seitige Broschüre im PDF-Format findet ihr hier

 

Studie: Abschiebung von Nazis würde Staatskasse um Milliarden entlasten

Berlin (dpo) – Eine neue Studie der Universität Rostock sorgt derzeit in Berlin für Aufregung. Aus ihr geht hervor, dass die Bundesrepublik Deutschland durch eine konsequente Abschiebepolitik gegen Nazis rund 100 Milliarden Euro jährlich einsparen könnte.
„Unter finanziellen Gesichtspunkten empfehlen wir, alle Nazis schnellstmöglich außer Landes zu schaffen“, sagte Prof. Friedbert Geiger, einer der Verfasser der Studie, auf einer Pressekonferenz in Berlin. „Und zwar besser jetzt als später.“

Aus der Untersuchung geht unter anderem hervor, dass 63,4 Prozent aller Neo-Nazis und Rechtsextremisten arbeitslos sind. Damit liegen sie weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt und letztlich in parasitärer Weise dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche.
Gründe für die hohe Arbeitslosigkeit unter Nazis seien unter anderem niedrige Schulbildung, eine allenfalls rudimentäre Beherrschung der deutschen Sprache sowie mangelnde charakterliche Eignung.
Die wenigen Nazis, die dennoch eine Anstellung gefunden haben, wirken sich ebenfalls negativ auf die Wirtschaft aus. Sie nehmen normalen Deutschen die Arbeitsplätze weg.
Weiterhin fanden die Forscher heraus, dass Nazis weit häufiger in Schlägereien und Gewaltverbrechen verwickelt sind als die übrige Bevölkerung. Dadurch werden Justiz und Gesundheitssystem belastet.

Besonders in den Unionsparteien dürfte die Abschiebung von Nazis breite Unterstützung finden, denn auch was die Integration angeht, sieht die Studie schwere Defizite bei Fascho-Skinhead, Nazi & Co. Demnach weigern sich 94 Prozent der Rechtsextremisten, die freiheitlich-demokratische Grundordnung Deutschlands zu akzeptieren. Statt einer Demokratie wollen sie einen Führerstaat etablieren.
Erschreckend sei zudem, dass Nazis aufgrund ihres Mutterkults und des starken Wunsches, die weiße Rasse zu erhalten, ständig neue kleine Glatzkopfkinder produzieren.
Da laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinion Control die Mehrheit der Bevölkerung hinter der Aussage „Nazis raus!“ steht, könnte es schon bald zu einer parteiübergreifenden Einigung kommen, nach der Rechtsextreme über die nächsten Jahre sukzessive ins Ausland abgeschoben werden. Einige Länder wie die Türkei, Afghanistan, Israel und Somalia haben bereits signalisiert, sie würden gerne soviele Nazis aus Deutschland aufnehmen wie möglich.

Quelle: http://www.der-postillon.com